Die Praxis

Der Ablauf in der Praxis und die Behandlung

Wenn Sie einen Termin haben, bin ich in der Regel auch da, sodass Sie einfach eintreten dürfen, ohne zu klingeln. Rechts herum die vier Stufen hoch zum Wartebereich.
Dort können Sie erst einmal ankommen, sich Wasser, Ruhe und/oder ein Buch gönnen, bis ich Sie zum Termin abhole.

Bei unserem ersten Termin führen wir ein etwas ausführlicheres Gespräch (Anamnese), u.a. was Sie zu mir führt, aber auch alte Unfälle, Operationen und ähnliches werden erfragt. Die Anamnese bei den Folgeterminen fällt meist kürzer aus, es sei denn, es sind unerwartete Gegebenheiten oder tiefer führende und greifende Fragen aufgetreten, dann nehmen wir uns diese Zeit.
Anschließend folgt die Untersuchung und Behandlung.
Während unseres Gespräches und nach der Behandlung dokumentiere ich unsere Sitzung, so vergessen wir nichts.

Was geschieht in und nach der Behandlung

Nach dem Eingangsgespräch (Anamnese) wird mittels der Hände untersucht. Sollten bei der Untersuchung und der Anamnese Anzeichen einer strukturellen/klinischen Störung (z.B. ein Verdacht auf einen akuten Bandscheibenvorfall) gefunden werden, wird auch erörtert, ob eine osteopathische Behandlung weiter angezeigt ist oder Sie zu einem Facharzt weiter bzw. parallel überwiesen werden sollten/müssen.
Werden keine solche Zeichen gefunden, wird vor allem im sogenannten Bindegewebe nach Spannungen bzw. Dysfunktionen untersucht.

Dysfunktionen sind vereinfacht ausgedrückt Veränderungen im Gewebe, die u.a. durch eine veränderte Beweglichkeit - z.B. in einem Gelenk - wahrgenommen werden können. Damit können veränderte Bewegungsmuster (Kompensationen) und auch Beschwerden entstehen. Diese Dysfunktionen können über Jahre durch z.B. einseitige Bewegungsmuster oder auch sehr schnell bei einem Unfall auftreten.

Die im Gespräch erörterten Beschwerden und der Untersuchungsbefund werden dann in ein Verhältnis gesetzt, d.h. die am meisten auffälligen Veränderungen im Gewebe, welche dann auch noch zum Beschwerdebild passen, werden mittels der Hände behandelt. Dabei kann es durchaus geschehen, daß eine z.B. unbewegliche Halswirbelsäule eben nicht zum x-ten mal mobilisert, sondern im Bauchraum oder das Becken behandelt wird.
Die osteopathische Untersuchung und Behandlung gehen fließend ineinander über. Der Kontakt ist bei jedem Patienten anders und reicht von sanft bis moderat, jedoch gibt es auch Situationen, in denen gezielt etwas fester agiert werden kann und sollte.

www.osteopathie-stilgen.de - Die Praxis

Die ersten drei bis fünf Tage können „die Akutphase“ genannt werden und dort werden oftmals die stärksten Veränderungen wahrgenommen.
Der gesamte Prozess kann bis zu sechs Wochen dauern. Vielleicht nicht mehr allzu intensiv wie die ersten Tage, aber auch in einem Uhrwerk gibt es kleine Zahnräder, die entscheidend sind für den ganzen Mechanismus und dennoch sehr unscheinbar sind.

Also achten Sie auch auf die kleinen Dinge!

Die sechs Wochen stehen nicht im Gegensatz zu Terminen, die auch mal wöchentlich stattfinden können oder zwei bis drei Wochen später. Es ist immer ausschlaggebend, an welchem Thema und mit welchen Gewebe gearbeitet wird und wie akut oder chronisch ein Geschehen ist.

Unmittelbar nach der Behandlung und abgeschlossenen Dokumentation erstelle ich die Rechnung, welche in bar oder per Überweisung bezahlt werden kann.

Anschließend, je nach Befund und Behandlung, schauen wir nach einem weiteren Termin oder vereinbaren eine Rückmeldung nach ein bis zwei Wochen. Immer individuell, je nach Beschwerden und Ablauf der Behandlung.

Was können Sie tun?

Selbstverständlich können Sie den oben erwähnten Prozess unterstützen. Die ersten drei bis fünf Tage keinen „Leistungssport“. Spazieren gehen und bewegen ja, aber keine neuen Rekorde oder Gewichte im Langhanteltraining oder das neueste Kopfstand-Assana im Yoga als Beispiel.
Das gleiche gilt aber auch für den Haushalt. Bitte nicht alle Gardinen abhängen waschen und aufhängen, die ganze Wohnung saugen und Fenster putzen oder, sofern vorhanden, den ganzen Garten von Unkraut befreien und Rasen mähen.
Das Gegenteil ist genauso wichtig. Versuchen Sie, zumindest die ersten Stunden nach der Behandlung, nicht gleich wieder „Ewigkeiten“ zu sitzen, sei es z.B. am PC oder beim Kaffee und Kuchen.

Neben der Bewegung zählt selbstverständlich auch die Ernährung. Dabei spielen in vielen Fällen die Essgewohnheiten eine größere Rolle, als was gegessen wird. Wir kommen in der Behandlung unter Umständen darauf zu sprechen.

Achten Sie darauf, wie / ob Sie von Aktion zu Aktion hüpfen, ohne Ihrem Körper, Ihrem Geist und Ihren Sinnen, ein wenig Ruhe zu gönnen. Die Ruhe kann auch nur eine Minute sein.
Als kleines Beispiel: Wir atmen zirka 14-20 mal pro Minute.
Versuchen Sie zwischen zwei Dingen, die sie tun (z.B. zwischen zwei Telefonaten im Büro), sechs oder sieben ruhige bewusste Atemzüge zu nehmen, daß sind ungefähr 30 Sekunden.
Während der ersten Atemzüge fühlen Sie einfach die Atmung. Wohin geht sie? Bei den nächsten Atemzügen vergegenwärtigen Sie sich, was Sie getan haben. Bei den letzten Atemzügen lassen Sie sich bewußt werden, was als nächstes ansteht.

Wenn die ersten drei bis fünf Tage nach der Behandlung vorbei sind, nehmen Sie den üblichen Sport ruhig wieder auf, insofern er Ihnen Spaß macht. Versuchen Sie, ein paar Dehnübungen in Ihren Alltag einzubauen - bitte schmerzfrei.

Der Preis

Die Behandlungskosten betragen für alle Patienten 80,- € pro Behandlung.
Ich rechne meine Tätigkeit nach dem Gebührenverzeichniss für Heilpraktiker (GebüH) ab.

Die Behandlungskosten sind durch private sowie ergänzende Krankenversicherungen (z.B. private Zusatzvers., Beihilfe) bei integrierten Heilpraktikerleistungen, ganz oder teilweise erstattungsfähig.  
Wichtig für Patienten der Beihilfe und mancher Zusatzversicherung: Die einzelnen Leistungsziffern werden im Höchstsatz abgerechnet.
Auch zahlreiche gesetzliche Krankenkassen übernehmen unter bestimmten Voraussetzungen einen Teil der Kosten.
Bitte sprechen Sie bei Unklarheiten bzgl. der Erstattung Ihre Krankenversicherung vor den Behandlungen an.